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Rudolf Gähler steht mit Emil Telmányi, Rolph Schröder, Otto Büchner und Tossy Spivakovsky in der Reihe der Geiger, die das Rundbogenspiel auf internationaler Ebene pflegten. Ein so exzellenter Kenner dieser Materie wie der Herausgeber der Neuen Bach-Ausgabe im Bärenreiter-Verlag Günther Haußwald fand nach einem Konzert Rudolf Gählers auf dem 48. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft 1973 in Nürnberg "die polyphone Kraft" erstaunlich, die Bach durch eine Interpretation mit dem modernen Rundbogen gewinnt. (Musica, 1973, S.476) Rudolf Gähler war im direkten Interpreten-Vergleich bei der Gegenüberstellung des Rundbogenklangs und demjenigen des geraden, traditionellen Bogens zu hören zusammen mit Dimitry Sitkovetsky auf dem 57.Bachfest 1982 in Würzburg, mit Mark Kaplan in der umfangreichen Fernsehsendung der ARD zum 300.Geburtstag Johann Sebastian Bachs im Jahre 1985 oder mit Thomas Zehetmair auf dem Symposium "Sei Solo" der European String Teachers Association (damaliger Präsident: Sir Yehudi Menuhin) und der Internationalen Bachakademie, Stuttgart 1990 (Leitung Helmuth Rilling). Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsendungen sowie Schallplattenaufnahmen demonstrieren die Spannweite seines Repertoires und die reichen Klangmöglichkeiten sowohl bei der Anwendung des herkömmlichen konkaven Bogens als auch des modernen konvexen Rundbogens. Rudolf Gähler hält neben seiner solistischen Tätigkeit Meisterkurse im In- und Ausland und ist ein gefragter Spezialist auf Fachtagungen und Festivals. Rudolf Gähler ist der Herausgeber des Buchs Der Rundbogen für die Violine - ein Phantom? und spielte für den CD Label ArteNova alle Partiten und Sonaten für Solovioline von Johann Sebastian Bach ein. |