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Die Bedeutung des Werkes von Bernd Alois Zimmermann scheint immer noch zu wachsen. Während etwa die serielle Musik der fünfziger und sechziger Jahre unseres Jahrhunderts fast ganz verblaßt ist und es immer fraglicher erscheint, was von dieser Musik bleiben wird, rückt Zimmermann, der als "Außenseiter" abgestempelt war und nur unter größten Skrupeln dem Zug der Zeit folgte, immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Zimmermann ging es denn auch stets um Musik als sinnlich erfahrbarer Kunst und nicht um komplizierte kunstferne kompositionstechnische Bastelei. Er hat nie die Bedingungen des Musikmachens aus den Augen verloren, wenngleich er sie radikal erweiterte. Besonders das Cellospiel hat er ungemein differenziert und diese Differenzierung vor allem in der Sonate (1960) und den Vier kurzen Studien (1970), beides Arbeiten für Cello solo, ins Werk gesetzt. Es erstaunt, mit welcher Sicherheit und Selbstverständlichkeit sich Michael Bach, einer der hervorragendsten jüngeren deutschen Cellisten, mit diesen ganz neuartigen Techniken vertraut gemacht hat. Er spielt wirklich auch Musik und bleibt nicht im Vormusikalischen, im Artistisch-Etüdenhaften stecken. Die Intercomunicazione für Cello und Klavier - hier eingespielt in der bislang unbekannten Fassung - erfordert eine Konzentration und Versenkung in den gestrichenen und angeschlagenen Tönen, wie sie im Bereich der Neuen Musik wohl nur Michael Bach und Bernhard Wambach in solcher Intensität aufbringen können. Man möchte hoffen, daß die Musiker auch weiterhin zusammenarbeiten und ein festes Duo bilden.
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